Turnierbericht, Junioren Masters Qualifikation, Schwabmünchen, 18.01.2020
Kader: Julian (T), Tomke (C), Aaron, Caro, Marvin, Philipp, Soufian, Stefan, Uki
Selten sind wir im Vorfeld mit solcher Medienwirkung willkommen geheissen worden. Alle Hörer von Radio Schwaben wussten, dass wir Enkheimer nicht nur gern gesehene Gäste, sondern auch noch die, mit dem weitesten Anreiseweg sind. Und dann in der Halle. Die - hinsichtlich der Mundart überraschend problemlos verständliche, weil wie sich herausstellte aus Mecklenburg-Vorpommern stammende - Dame am Einlass begrüßt uns mit breitem Lächeln und mit einem „Herzlich willkommen im wunderschönen Schwabmünchen! Von wo kommt Ihr denn her?“ Die Antwort „Aus Enkheim!“ wird sofort erwidert mit „Das ist toll, dass Ihr da seid! Wir freuen uns alle, dass Ihr als letztjährige Sieger der Herzen auch dieses Mal wieder dabei seid!“. Läuft schon mal, könnt man sagen!
Spielerisch hingegen, verläuft die erste Partie nicht wie erhofft (2:5). Doch positiv betrachtet, besteht also für den Rest des Tages noch jede Menge Steigerungspotenzial. Die zweite Begegnung endet wunschgemäß mit 2:0 Toren und drei Zählern auf dem eigenen Punktekonto. Das dritte Spiel hingegen ist gegen den zu der Zeit Tabellenführenden nicht zu packen und geht mit 2:6 klar verloren. Immerhin spielen heute bis dato alle auf gleichem Niveau. Das letzte Spiel der Vorrunde ist spielerisch, hinsichtlich der Kombinationen und Stellung deutlich besser und macht Laune beim Zusehen. Das 1:1 Unentschieden wird der Leistung nicht ganz gerecht, aber so ist das in der Welt des Fussballs eben manchmal. Nach einer weiteren, recht eindeutigen Angelegenheit (0:4) ist der sechste von zehn möglichen Plätzen erreicht. Die Tagesform entspricht dem gesunden Mittelfeld und das Event, der Sport und das Dabeisein sind heute wichtiger als das Ergebnis.
Am Abend sind wir alle zusammen nicht zum Wolfi zwei, drei Halbe wegstellen, sondern in den Bowlingtempel gegangen und haben den Tag bei ein paar mehr oder weniger ruhigen Kugeln ausklingen lassen. Und dann konnst gar nicht schauen nicht, wie unsere müden Fussballgöttinnen und -götter auf dem Weg in die Kissen und die Horizontale in den Schlaf gefallen sind. Lichtgeschwindigkeit, Zeitlupe dagegen. Tags drauf verlassen wir Bayrisch-Schwaben erneut als Sieger der eigenen Herzen.
Ein großes Dankeschön an die Organisatoren für die Einladung und ein so toll und mit so viel Herzblut organisiertes Turnier. Auch wenn die eigenen Ziele und Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, so hat’s dennoch Spaß gemacht und war ein tolles Mannschaftswochenende. Gerne sind wir so weit gefahren und auch gerne würden wir - bei Anhebung der Altersgrenze - im nächsten Jahr wiederkommen. Pfüa Gott!