Das bisher heißeste Wochenende des Jahres hatte sich die B1 für ihre Saison Abschlussfahrt ausgesucht. Am Freitag den 17. Juni ging es Mittags um 15:00 Uhr in 4 Autos Richtung Büdingen in die dort gelegene Jugendherberge für 2 Nächte. Keine 50 km entfernt aber eine völlig andere Welt, die Großstadt Jungs eroberten die Provinz. In Büdingen angekommen wurden die Zimmer bezogen, anders als bei den Wegscheide Fahrten musste man die eigene Bettwäsche nicht mitbringen, diese wurde gestellt, die Jungs mussten allerdings die Betten selbst beziehen. Nach kurzer Erkundung der Jugendherberge begann gleich ein Basketballturnier, die Betreuer hatten nach dem Zufallsprinzip 3 Mannschaften bestimmt, welche Medaillen und Baseballcaps ausspielten. Es folgte ein vegetarisches Abendessen, hier sind die Jungs nicht ganz satt geworden, später in der Altstadt der 2000 Seelengemeinde Büdingen wurden noch die Dönerläden gestürmt. Die Jugendherberge ist oben auf dem Berg gelegen, in einem etwa halbstündigen Fußmarsch erreicht man die mittelalterliche Stadt, wo um 21:00 Uhr der Büdinger Nachtwächter auf uns wartete und eine hochinteressante Stadtführung anbot, welche die Jungs, die zuvor mit gemischten Gefühlen angetreten waren durchaus weit über 1 Stunde fesselte. Wir erfuhren woher das Wort der Torschlusspanik kommt, in Büdingen wurde außerhalb der Stadtmauern Wein angebaut und die Arbeiter mussten zusehen, dass sie rechtzeitig zurück in die Stadt kommen, bevor abends die Tore geschlossen werden, mit der Folge, dass sie hätten draußen schlafen müssen, wenn sie nicht rechtzeitig da waren. Steinreich sind die Menschen, welche sich ein Haus aus Stein leisten können und kein Holzhaus bauen müssen. Diebe wurden mit dem Ohrläppchen an einen Pfahl genagelt, was zur Folge hatte, dass das Ohrläppchen einiss und sich ein Schlitz bildete. Wenn jemand montags blau macht, dann hat er am Wochenende zu viel Alkohol zu sich genommen. Über die Herkunft dieses Begriffes lernten wir in der Färbergasse, da zur Mischung der Farbe Blau unter anderem Urin benötigt wurde, sodass die Färber viel Bier tranken, um dieses Naturprodukt liefern zu können. Die Folge war damals nicht anders als heutzutage.
Um 23:30 Uhr waren wir zurück in der Jugendherberge, zum Leidwesen der Mitbewohner war noch lange nicht Ruhe...
Für den nächsten Tag stand ein Fußballmatch gegen die B1 der Jugendspielgemeinschaft Seemenbach Tigers auf dem Programm, welches wir aufgrund der Hitze auf 11:00 Uhr morgens verlegt hatten, damit wir danach ins Schwimmbad gehen können. Von der durchtanzten Nacht noch ein wenig mitgenommen musste unsere Mannschaft auf dem Naturrasen der Sportanlage des FC Phoenix Düdelsheim dem Gastgeber den Vortritt lassen, die Mannschaft steckte aber niemals auf und fightete bis zum Schluss. Bereits während der stimmungsvollen Rückfahrt vom Sportplatz in die Jugendherberge zum vegetarischen Mittagessen fühlte man sich wie der Sieger des Spiels.
Direkt nach dem Mittagessen ging es ins beheizte Freibad, welches sich unweit von der Altstadt befand, man hätte eigentlich laufen können, wir fuhren aber doch lieber mit dem Auto. Ein tolles Schwimmbad mit großer Liegewiese, 50 m Becken und 10 m Sprungturm.
Auf der Rückfahrt musste unbedingt noch bei Aldi eingekauft werden, was die Jugendherberge nicht zu bieten hatte, abends wurde auf dem Gelände der Jugendherberge gegrillt, zuvor war noch unser Mentalcoach Alev Özer angereist, um eine von unserem Trikotsponsor, dem Lions Club Frankfurt Palmengarten gesponsorte Sitzung abzuhalten. Wie immer vermochte Alev die Jungs in ihren Bann zu ziehen, danach war es sehr interessant zu beobachten, wie viel 16-jährige Jungs verdrücken können.Wer nun geglaubt hatte, die Jungs würden müde sein und früher ins Bett gehen, der hatte sich getäuscht.
Allerdings hat es die Mannschaft nur so gerade geschafft, am nächsten Morgen noch rechtzeitig zum Frühstück zu kommen, danach stand die Abfahrt an. Alles in allem ein wunderbares Wochenende, eine tolle Abschlussfahrt, bei der alles stimmte.