Spielbericht SV Blau-Gelb Frankfurt gegen FC Germania 1911 Enkheim D1, 25.10.2020
Kader: Dusko (C), Leon (T), Aaron, Ben, Caro, Julian, Luka, Marco, Noah, Philipp, Soufian, Tomke, Uki, Vuk, Younes
8.15 Uhr Treffpunkt - man glaubt an einen Scherz. Ach so, Zeitumstellung, bereinigt 9.15 Uhr - man glaubt immer noch an einen Scherz. Nun denn, nutzt ja nix, das Runde will ins Eckige, ungeachtet der Uhrzeit. Also Anpfiff.
Nach erstem kurzem anfänglichem Abtasten wächst der Druck in unserer Hälfte und Caro muss gleich mal zwei, drei Stoppschilder aufstellen, an denen keiner vorbeikommt. Auch gelingt die Abseitsfalle in dieser Anfangsphase sauber und im Gegenkonter gibt sich die erste Möglichkeit für Uki im Abschluss, doch der Ball liegt auf dem falschen Fuß. In der Gegenrichtung sind die Hausherren fleissig und schnell und fordern Leon, der mit einer Glanzparade das Leder gerade noch über die Latte lupfen kann. Drei Minuten später allerdings beantwortet Blau-Gelb die mittlerweile von Enkheim leider gezeigte Mischung aus Übervorsicht und kleinteiligem, dafür nicht immer präzisem Passspiel mit zwei Treffern in schneller Folge, 2:0 Rückstand. Zugegebenermaßen nicht unverdient und auch das dritte Gegentor folgt diesem Muster, 3:0. Einen Lichtblick setzt kurz vor der Pause Dusko, der im beharrlichen, nachsetzenden Zweikampf dem überraschten Schlussmann den Ball abnimmt und zum Anschlusstreffer einnetzt, 3:1.
Nach dem Kabinengang zeigt unser Enkheimer Team zwar etwas mehr Bissigkeit, doch die Gastgeber legen ebenfalls noch einen drauf und erhöhen nach einer Ballbehauptung quer durch unsere Abwehrlinie zum 4:1. Auch das folgende 5:1 läßt nicht gerade eine Kehrtwende erkennen. Tomke, mittlerweile als Sechser, vereitelt zwar manchen Angriffsaufbau durch beherzte Abwehrarbeit, doch insgesamt ist Leon zu oft mit seinem Können gefordert. Bezeichnend eine Szene in Minute 52, in der er vier strammen An- und Nachschüssen standhält, und beim schnellen Wiederaufstehen jedem Wackeldackel Konkurrenz macht. Auch wenn Dusko das Ergebnis durch einen sicher verwandelten Strafstoß in der ansonsten fairen Partie zum 5:2 kurz vor Ende etwas schönt, so bleibt es insgesamt bei den klaren Kräfteverhältnissen und in Summe ist da kein Griff dranzubekommen.
Man muss anerkennen, dass Blau-Gelb heute mehr Druck gezeigt hat, dem Ball deutlicher und schneller entgegengekommen ist und das Zusammenspiel. Nun denn, was nicht war kann ja beim nächsten Mal werden - das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden und wir freuen uns darauf!